STERN DERE ERLEUCHTUNG

 

Den Wolken gleich, die der Frühjahrswind

In regenschwerer Nacht über den Himmel bläst,

So treiben wir durch Geburten und Tode.

Aber tief im Herzen tragen wir

Die reine Perle unserer Gott-Natur,

Die Monade, unsichtbar und verhüllt

Wie der Mond hinter Wolkenschleiern.

 

Göttliche Monade, wandernd durch die Äonen,

Schaffst Du in jedem Augenblick neu

Zahllose kleine Ich-Funken, aufleuchtende Feuer,

Die hier in pururnes Dunkel versinken,

Dort sternengleich neu erwachen, Ich-Gespinste,

Aufeinandergereiht auf dem Faden der Zeit,

Schein-Gebilde von kurzer Lebensdauer,

Vor Urzeiten herausgeboren

Aus der Mitte Deines Herzens

 

Göttliche Monade, Stern der Erleuhtung,

Schwingend in den Räumen des Schweigens,

Schüttest Du den Glanz Deiner All-Weisheit aus,

Durcheilst lichtbeflügelt die Unendlichkeit,

Überall zugleich, hier und da aufblitzend

In göttlicher Vollmacht.



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© Manfred Ehmer

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